Der Schock – wenn das Ohr plötzlich streikt
Es passiert oft von einer Sekunde zur anderen: Ein Ohr hört kaum noch etwas, dumpfes Druckgefühl, begleitet von einem quälenden Tinnitus. Der Gang zum HNO-Arzt bestätigt den Verdacht – ein plötzlicher sensorineuraler Hörverlust. Jahrelang dachte man, es sei eine Entzündung oder ein Virus. Doch immer mehr Neurologen und Audiologen sprechen heute von einem Mikroinfarkt der Hörschnecke – ähnlich einem Schlaganfall im Gehirn. Die winzigen Blutgefäße, die das Innenohr versorgen, verstopfen oder verkrampfen. Infolgedessen leiden die Haarzellen unter Sauerstoffmangel und werden durch freie Radikale geschädigt.
Studie enthüllt die wahre Ursache: Mikrozirkulationsstörung
Eine wegweisende Studie der Harvard Medical School aus dem Jahr 2019 untersuchte die Durchblutung der Cochlea bei akutem Hörverlust. Die Forscher stellten fest: Bei über 70 % der Patienten lag keine virale Infektion vor, sondern eine Ischämie – ein akuter Sauerstoffmangel durch gestörte Mikrozirkulation. Die Folge: Glutamat-Exzitotoxizität und oxidativer Stress greifen die empfindlichen Haarzellen an. Genau hier setzen bestimmte Pflanzenstoffe und Neurotransmitter an.